DrohnenVersicherung
Ratgeber

Drohnenführerschein 2026

Der Drohnen-Führerschein heißt offiziell EU-Kompetenznachweis — und der kleine ist beim Luftfahrt-Bundesamt kostenlos. Hier erfährst du, welchen Nachweis du für deine Drohne brauchst, was er kostet und wie die Prüfung abläuft.

0€Kompetenznachweis A1/A3
16Mindestalter in Jahren
5 JahreGültigkeitsdauer
40Fragen im Online-Test

Was kostet der Drohnenführerschein?

Der kleine Drohnenführerschein ist kostenlos — Geld kostet nur, was freiwillig ist.

Die häufigste Frage zum Thema lässt sich kurz beantworten: Der EU-Kompetenznachweis A1/A3 kostet 0€. Lernmaterial und Prüfung stellt das Luftfahrt-Bundesamt kostenlos bereit, und du kannst den Test beliebig oft wiederholen. Kosten entstehen erst beim Fernpiloten-Zeugnis A2 oder bei freiwilligen Extras wie einer Plastikkarte.

LeistungKosten
EU-Kompetenznachweis A1/A3„kleiner Drohnenführerschein“Online-Kurs + Prüfung beim LBA — komplett kostenlos
0€
Fernpiloten-Zeugnis A2„großer Drohnenführerschein“Prüfungsgebühr bei anerkannter Stelle, setzt A1/A3 voraus
ca. 50–80€
Vorbereitungskurs (freiwillig)kommerzielle AnbieterNicht nötig — der LBA-Lernkurs reicht zum Bestehen aus
30–100€
Plastikkarte im ScheckkartenformatfreiwilligDas offizielle PDF vom LBA gilt genauso
15–25€
Verlängerung nach 5 JahrenA1/A3Erneuter Online-Test beim LBA, wieder kostenlos
0€

Achtung bei kommerziellen Anbietern: Manche Seiten werben mit „Drohnenführerschein ab 49€“ und meinen damit einen Vorbereitungskurs — nicht den Nachweis selbst. Den bekommst du in jedem Fall nur beim LBA, und dort ohne Gebühr.

Welche Drohnenführerscheine gibt es?

Die EU-Drohnenverordnung kennt in der offenen Kategorie genau zwei Nachweise. Umgangssprachlich heißen sie „kleiner“ und „großer“ Drohnenführerschein:

EU-Kompetenznachweis A1/A3 (der „kleine Drohnenführerschein“)

  • Für wen: Pflicht für alle Drohnen ab 250 g (Klassen C1–C3) in A1 und A3. Für C0-Drohnen unter 250 g nicht vorgeschrieben, aber empfohlen
  • Voraussetzung: Mindestalter 16 Jahre
  • Prüfung: Online-Test beim LBA (40 Multiple-Choice-Fragen, 75% bestehen)
  • Kosten: Kostenlos beim LBA
  • Gültigkeit: 5 Jahre, danach Auffrischung

Fernpiloten-Zeugnis A2 (der „große Drohnenführerschein“)

  • Für wen: Piloten, die Drohnen der Klasse C2 in der Nähe von Menschen fliegen (Unterkategorie A2)
  • Voraussetzung: Gültiger EU-Kompetenznachweis A1/A3 + praktische Selbstschulung
  • Prüfung: Online-Test beim LBA (30 Fragen) oder bei anerkannter Stelle
  • Kosten: Ca. 50–80€ (Prüfungsgebühr)
  • Gültigkeit: 5 Jahre

Beide Nachweise gelten EU-weit — mit einem deutschen Kompetenznachweis darfst du also auch in Österreich, Frankreich oder Spanien fliegen. Was im Ausland sonst noch zu beachten ist, steht im Ratgeber Drohne im Ausland.

Ab wann brauche ich einen Drohnenführerschein?

Die Pflicht hängt am Gewicht bzw. der Klasse der Drohne – nicht an der Kamera. Den EU-Kompetenznachweis A1/A3 brauchst du, sobald deine Drohne 250 g oder mehr wiegt (Klasse C1 aufwärts, ebenso Bestandsdrohnen ohne Klassenkennzeichen ab 250 g).

Für Drohnen unter 250 g (Klasse C0) – DJI Mini 5 Pro, DJI Neo 2, DJI Flip, Antigravity A1, HoverAir – ist in der Unterkategorie A1 kein Kompetenznachweis vorgeschrieben (EU-VO 2019/947, UAS.OPEN.020). Du musst lediglich mit der Bedienungsanleitung vertraut sein. Wir empfehlen den kostenlosen Online-Test trotzdem: Er dauert rund 30 Minuten, gilt 5 Jahre und du bist abgesichert, sobald du eine größere Drohne fliegst.

Nicht verwechseln: Die Registrierung beim LBA und die eID-Plakette sind auch unter 250 g Pflicht, sobald eine Kamera an Bord ist. Das ist eine andere Pflicht als der Führerschein – beide laufen über dieselbe Behörde und werden deshalb oft vermischt.

Mindestalter: 16 Jahre. Wer jünger ist, darf unter Aufsicht einer Person mit gültigem Kompetenznachweis fliegen. Für Drohnen, die als Spielzeug im Sinne der Spielzeugrichtlinie gelten, gibt es keine Altersgrenze.

Welchen Drohnenführerschein brauche ich?

DrohneKategorieFührerschein
DJI Neo 2 / Flip (C0)A1Keiner nötig (A1/A3 empfohlen)
DJI Mini 5 Pro / Mini 4 Pro (C0)A1Keiner nötig (A1/A3 empfohlen)
DJI Air 3S / Avata 360 (C1)A1/A3A1/A3 Kompetenznachweis
DJI Mavic 4 Pro (C2)A2 (nahe Menschen)A2 Fernpiloten-Zeugnis
Antigravity A1 (C0, 249g)A1Keiner nötig (A1/A3 empfohlen)
DJI Inspire 3 (C3)A3A1/A3 Kompetenznachweis

Welche Klasse deine Drohne hat, steht auf dem C-Label am Gerät oder in der Bedienungsanleitung. Die Einordnung erklären wir ausführlich unter Gewichtsklassen C0–C4.

Wo mache ich den Drohnenführerschein?

Den kleinen Drohnenführerschein legst du komplett online beim Luftfahrt-Bundesamt ab — du brauchst keine Flugschule und keinen Präsenztermin. Der Ablauf in vier Schritten:

1

Konto beim LBA anlegen

Im Drohnen-Portal des Luftfahrt-Bundesamts registrierst du dich mit E-Mail-Adresse und persönlichen Daten.

2

Online-Lernkurs durcharbeiten

Das LBA stellt den kompletten Lernstoff kostenlos bereit: Luftrecht, Flugsicherheit, Datenschutz, Betriebsverfahren. Rechne mit 4–6 Stunden Selbststudium.

3

Online-Test bestehen

40 Multiple-Choice-Fragen, du brauchst 75% richtig (30 Fragen). Der Test läuft von zuhause; nicht bestanden ist kein Problem — du darfst beliebig oft wiederholen.

4

Nachweis herunterladen

Nach Bestehen bekommst du den EU-Kompetenznachweis als PDF mit deiner Fernpiloten-Nummer. Ausdrucken oder aufs Handy laden — bei einer Kontrolle musst du ihn vorzeigen können.

Vorher üben? Mit unseren 40 Prüfungsfragen im LBA-Stil testest du kostenlos, ob du die 75 % schaffst – jede Frage mit Lösung und Erklärung.

Für das A2-Fernpiloten-Zeugnis kommt eine praktische Selbstschulung dazu, die du selbst dokumentierst, sowie eine zusätzliche theoretische Prüfung — diese legst du beim LBA oder bei einer anerkannten Prüfstelle ab.

Drohnenführerschein als Karte

Den EU-Kompetenznachweis erhältst du nach der Prüfung als PDF-Dokument vom LBA. Wer seinen Drohnen-Führerschein lieber im Kreditkartenformat dabei haben möchte (z.B. im Geldbeutel), kann ihn als Plastikkarte im Scheckkartenformat bestellen.

Einige Anbieter drucken deinen Kompetenznachweis auf eine hochwertige PVC-Karte — inklusive Name, Führerschein-Nummer und QR-Code. Praktisch für unterwegs, wenn mal jemand nach dem Nachweis fragt. Preise liegen bei ca. 15–25€. Pflicht ist die Karte nicht: Das PDF vom LBA ist der offizielle Nachweis und gilt genauso.

Führerschein allein reicht nicht

Der Kompetenznachweis ist nur eine von drei Pflichten – und die einzige, die unter 250 g entfällt. Dazu kommen:

PZ
Philipp ZurawskiEU-Kompetenznachweis A1/A3

Drohnen-Pilot und Gründer von drohnen-versicherung.info (seit 2015). Testet und vergleicht Drohnen-Versicherungen aus der Perspektive eines aktiven Piloten.

Häufige Fragen zum Drohnenführerschein

Was kostet der Drohnenführerschein?
Der EU-Kompetenznachweis A1/A3 ("kleiner Drohnenführerschein") ist beim LBA kostenlos — sowohl der Online-Kurs als auch die Prüfung. Kosten entstehen nur, wenn du freiwillige Zusatzleistungen buchst: das Fernpiloten-Zeugnis A2 ("großer Drohnenführerschein") kostet ca. 50–80€ Prüfungsgebühr, eine Plastikkarte im Scheckkartenformat ca. 15–25€. Kommerzielle Anbieter verlangen für A1/A3-Vorbereitungskurse 30–100€ — nötig ist das nicht, der LBA-Kurs reicht aus.
Ab wann brauche ich einen Drohnenführerschein?
Sobald deine Drohne 250 g oder mehr wiegt (Klasse C1 aufwärts), brauchst du den EU-Kompetenznachweis A1/A3. Für C0-Drohnen unter 250 g – DJI Mini 5 Pro, Neo 2, Flip, Antigravity A1 – ist in der Kategorie A1 kein Nachweis vorgeschrieben; du musst nur die Bedienungsanleitung kennen. Der kostenlose Online-Test ist trotzdem empfehlenswert. Nicht verwechseln: Die Registrierung beim LBA ist bei einer Kamera an Bord auch unter 250 g Pflicht.
Welche Drohnenführerscheine gibt es?
Es gibt zwei Stufen: den EU-Kompetenznachweis A1/A3 (kostenlos, Online-Test beim LBA, 40 Fragen) und das Fernpiloten-Zeugnis A2 (kostenpflichtig, zusätzliche Prüfung). A1/A3 deckt die allermeisten Hobby-Flüge ab. A2 brauchst du erst, wenn du eine C2-Drohne näher als 30 Meter an unbeteiligte Menschen heranfliegen willst. Beide gelten EU-weit und sind 5 Jahre gültig.
Welchen Drohnenführerschein brauche ich für meine Drohne?
Für C0-Drohnen unter 250 g (DJI Mini 5 Pro, DJI Neo 2, DJI Flip, Antigravity A1) ist kein Nachweis vorgeschrieben – der A1/A3-Test wird empfohlen. Für C1-Drohnen (DJI Air 3S, Avata 360) ist der A1/A3-Kompetenznachweis Pflicht. Bei C2-Drohnen wie der DJI Mavic 4 Pro brauchst du zusätzlich das A2-Fernpiloten-Zeugnis, wenn du in der Nähe von Menschen fliegen willst. C3-Drohnen wie die Inspire 3 fliegen nur in A3 – dort reicht A1/A3.
Wie lange ist der Drohnenführerschein gültig?
Beide Nachweise sind 5 Jahre gültig. Danach musst du sie auffrischen — beim A1/A3 reicht ein erneuter Online-Test beim LBA, der weiterhin kostenlos ist. Denk daran: Auch deine LBA-Registrierung als Betreiber läuft nach 5 Jahren ab und muss separat verlängert werden.
Was ist der Unterschied zwischen kleinem und großem Drohnenführerschein?
Der "kleine Drohnenführerschein" ist der EU-Kompetenznachweis A1/A3: kostenloser Online-Kurs beim LBA, 40 Multiple-Choice-Fragen, 75% zum Bestehen, beliebig oft wiederholbar. Der "große Drohnenführerschein" ist das Fernpiloten-Zeugnis A2: setzt A1/A3 plus eine praktische Selbstschulung voraus, wird bei einer anerkannten Prüfstelle abgelegt und kostet Gebühr. Für Hobby-Piloten reicht in aller Regel der kleine.
Brauche ich zusätzlich eine Versicherung und eine Registrierung?
Ja — Führerschein, Registrierung und Versicherung sind drei getrennte Pflichten (nur der Führerschein entfällt bei C0-Drohnen unter 250 g). Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben (§ 43 LuftVG) und wird bei der LBA-Registrierung sogar abgefragt. Der Kompetenznachweis allein reicht nicht: Ohne Versicherung und Registrierung ist dein Flug eine Ordnungswidrigkeit.